Woolmark Prize: Sieg für Bodice, Dyne und Matthew Miller

Die indische Designerin Ruchika Sachdeva mit ihrer Marke Bodice und der britische Designer Matthew Miller sind die Gewinner des Internationalen Woolmark Prizes 2017/18 in den Kategorien Woman und Man. In diesem Jahr kam erstmals der Innovation-Award hinzu, der dem Amerikaner Christopher Bevans für sein Label Dyne verliehen wurde.

Von links nach rechts: Ruchika Sachdeva, Christopher Bevans und Matthew Miller - Pitti Immagine

Eines haben diese drei Gewinner, die am Dienstag in Florenz im Rahmen des Pitti Uomo ausgezeichnet wurden, gemeinsam: Ihre Reife und Erfahrung, denn sie sind alle rund 30 bis 40 Jahre alt und werden bereits in mehreren Multibrands vertrieben.

Ruchika Sadcheva (30) ist das jüngste Mitglied des Trios. Sie kommt aus New Delhi, wohin sie nach einem Aufenthalt in London, bei dem sie ihr Studium am London College of Fashion abschloss und mit Vivienne Westwood und Giles Deacon arbeitete, wieder zurückkehrte.

"Ich habe Textilien schon immer geliebt. Ich verwende hauptsächlich indische Stoffe", erklärt die Designerin, die eine zarte Mode anbietet, die elegant und bequem zugleich ist und den Kleidungsstil ihres Landes auf subtile Weise neu interpretiert. Die Marke Bodice, die 2011 in Neu Delhi ins Leben gerufen wurde, verfügt über 30 Multibrand-Stores, die meisten davon in Indien.

Auf Seite der Männer verführte der 35-jährige Matthew Miller das Publikum mit seiner Interpretation von Männergarderobe, in der er Schneiderei und Sportbekleidung vermischte und den Auswirkungen der modernen Welt auf die Herrenbekleidung nachging. Ursprünglich aus dem für Keramik bekannten Städtchen Stoke-on-Trent im Norden Englands stammend, gab der Designer diese Kunst schließlich auf, um sich auf Herrenmode zu spezialisieren.

Nach seinem Abschluss am Royal College of Art in London sammelte er Erfahrungen in Kollaborationen von Brioni bis Nike. Die 2010 eingeführte Marke wird über fünfzehn Top-Boutiquen vertrieben, darunter auch der Dover Street Market.

Erstmalig hat der Woolmark Prize eine Auszeichnung für Innovation eingeführt, die vom Future Tech Lab unterstützt wird, einem von Miroslava Duma gegründeten Unternehmen, das in nachhaltige Entwicklung und technologische Innovationen in der Mode investiert.

Die Looks der 12 Finalisten des Woolmark Prizes 2017-18 im Stazione Leopolda von Florenz - Pitti Immagine

Für den ersten Preis in dieser neuen Kategorie wählte die Jury des Woolmark Prizes einen Designer, Christopher Bevans, der die Technologie zu seinem Markenzeichen gemacht hat. Er versah jedes Kleidungsstück mit einem elektronischen Chip, der sich mit dem Telefon verbinden und alle Arten von Daten und Inhalten liefern kann.

So wurden zum Beispiel einige der für den Wettkampf hergestellten wasserdichten Jacken mit Sendern ausgestattet, um Snowboarder im Falle einer Lawine zu finden. Weitere Kleidungsstücke wurden mit reflektierenden Streifen oder anderen intelligenten Stoffen mit antimikrobiellen und schweißhemmenden Eigenschaften ausgestattet.

Christopher Bevans (45), geboren in New York City als Sohn einer jamaikanischen Mutter und eines Vaters aus Belize, ist bereits von klein auf in Kontakt mit Mode. "Ich wuchs im Schatten meiner Großmutter und ihrer Nähmaschine auf. Ich habe immer in dieser Branche gearbeitet, sowohl mit Webern und Labels wie Nike als auch mit Künstlern wie Pharrell Williams und Kanye West", sagte er gegenüber FashionNetwork.com.

Er nennt seine Männermarke Dyne "Luxus-Sportbekleidung". Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und hat 50 Multibrand-Kunden auf der ganzen Welt, von den Vereinigten Staaten bis Japan, seinem Hauptmarkt, einschließlich China, Hongkong und Dubai.

Übersetzt von Felicia Enderes

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