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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
28.03.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Ted Baker lehnte bereits zwei Angebote von Sycamore ab

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
28.03.2022

Ted Baker bestätigte am Montag, dass das Unternehmen bereits zwei Angebote von Sycamore Partners erhalten und beide abgelehnt habe.


Der amerikanische Private-Equity-Konzern hat den britischen Modehändler im Visier. Am 18. März bot Sycamore Partners Ted Baker einen Übernahmepreis von 130 Pence (1,55 Euro) pro Aktie und am 22. März in einem überarbeiteten Angebot 137,5 Pence (1,65 Euro) pro Aktie.

In früheren Berichten war nur das anfängliche Angebot bekannt, mit dem sich der Unternehmenswert auf rund GBP 250 Millionen (EUR 300 Mio.) beläuft. Dieser Betrag liegt zwar über den Tiefwerten im vergangenen Jahr, als die Aktien knapp über 80 Pence (0,95 Euro) abgesunken waren, doch weit unter dem Höchstwert von rund GBP 1,4 Milliarden (EUR 1,67 Mrd.) vor mehreren Jahren.

Die Information über den Übernahmebetrag hätte den Aktienpreis von Ted Baker nach einem Wert von rund 126 Pence pro Aktie bei Börsenschluss am Freitag weiter ankurbeln sollen. Doch die Tatsache, dass der Vorstand beide Angebote ablehnte, und entschlossen scheint, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen, bewegte den Kurs im frühen Handel im Gegenteil nach unten.

Der Anstieg vom Talwert von unter 90 Pence (1,07 Euro) Anfang März auf den deutlich höheren Wert am Freitag stützte sich auf den Optimismus hinsichtlich eines möglichen Angebots von Sycamore. Doch die Ankündigung der ablehnenden Haltung Ted Bakers – zumindest zu diesem Preis – führte dazu, dass der Börsenwert wieder absank. Hätten die Investoren tatsächlich an ein erneutes, höheres Angebot von Sycamore geglaubt und daran, dass der Vorstand dieses annehmen könnte, wäre der Kurs voraussichtlich weiter angestiegen (wie im vergangenen Jahr, als Morrisons im Fokus eines Übernahmeangebots stand und schlussendlich übernommen wurde).

Der Vorstand habe "beide Angebote von Sycamore mit unseren Beratern sorgfältig geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie Ted Baker deutlich unterbewerten und die Shareholder für die bedeutenden Vorzüge als börsennotiertes Unternehmen nicht ausreichend entschädigen. Ted Baker ist eine führende globale Marke mit einer starken Zukunft. Die in den vergangenen zwei Jahren ergriffenen Maßnahmen haben das Unternehmen auf eine solide Basis gestellt und es befindet sich nach einer turbulenten Zeit auf dem Weg der Erholung ". Der Vorstand konzentriere sich darauf, "Mehrwert [für die Shareholder von Ted Baker] zu schaffen", der "weit über dem gebotenen Preis" liege.

Sycamore kommentierte die jüngsten Entwicklungen nicht, so wird der nächste Schritt des amerikanischen Private-Equity-Konzerns mit Spannung erwartet. Das Unternehmen rechnete sichtlich damit, dass es Ted Baker zu einem niedrigen Preis übernehmen könnte. Doch die Reaktion des Vorstands verdeutlichte, dass dies in nächster Zukunft nicht geschehen wird.

Es fragt sich, ob das Unternehmen erneut bereit ist, den Übernahmepreis zu erhöhen, nachdem es das ursprüngliche Angebot bereits um 7,5 Pence (9 Cent) angehoben hat. Oder ob das Projekt zu einem höheren Übernahmepreis für Sycamore an Reiz verliert. Dem Unternehmen bleibt bis Mitte April Zeit, mehr Geld zu bieten, oder das Projekt fallenzulassen. Ebenfalls unklar ist, ob durch das Interesse von Sycamore auch andere Interessenten wach werden könnten.

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