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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.04.2022
Lesedauer
3 Minuten
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Saint Laurent: Umsatz steigt im ersten Quartal um 37 Prozent

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
27.04.2022

Vor wenigen Tagen präsentierte Saint-Laurent die erste Ausgabe des neuen Podcasts der Marke, Saint-Laurent Smoking. Unter diesem Titel treffen sich die Künstlerin Catherine Deneuve und die Journalistin Pascale Clark in der Saint Laurent-Boutique Rive Droite an der Rue Saint Honoré 213, wo regelmäßig kreative Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert werden. In den nächsten Ausgaben erhalten Charlotte Gainsbourg, Gaspar Noé, Laetitia Casta und Félix Maritaud das Wort.

Mit diesem Programm soll die Beziehung der Marke zu ihren französischen Kundinnen und Kunden gestärkt werden. Ähnliche lokale Konzepte setzte Saint Laurent auch in seinen Läden in Miami, an der Art Basel und in der Verkaufsstelle am Rodeo Drive 469 in Los Angeles um.



Werbekampagne für den Sommer 2022 mit Al Pacino - Saint Laurent


Dadurch wird die Verbindung zu den Kunden in den verschiedenen Märkten gestärkt. Es handelt sich um eine der Stärken der von Kreativdirektor Anthony Vaccarello und CEO Francesca Bellettini geführten Marke. Und dies wirkt sich positiv auf die Umsatzentwicklung der Kering-Gruppe aus.

"Saint-Laurent schließt ein beeindruckendes Quartal ab, mit einem Wachstum um 37 Prozent auf vergleichbarer Basis. Getragen wurde dieses Ergebnis durch eine spektakuläre Performance in den westlichen Märkten. Hier wird die Leistung durch eine starke Nachfrage der lokalen Kunden nach ikonischen Produkten beflügelt", erklärte Finanzchef Jean-Marc Duplaix. Der globale Umsatz der Gruppe stieg auf vergleichbarer Basis um 21 Prozent auf 4,96 Milliarden Euro. "Saint Laurent punktet historisch stark bei regionalen Kunden und ist nicht besonders von Tourismuskunden abhängig. Es war ein Vorteil, in allen Schlüsselmärkten diese starke Beziehung zu den lokalen Kunden zu haben".

Wo der übliche Wachstumstreiber Gucci die Finanzmärkte in den vergangenen Jahren enttäuschte, verzeichnete Saint Laurent auch weiterhin gute Ergebnisse. Denn das Modehaus war deutlich weniger vom Stillstand in einem bedeutenden Teil des chinesischen Markts betroffen als seine große Schwester Gucci, die stärker darunter litt.

Mit einem Umsatz von 739 Millionen Euro verzeichnete Saint-Laurent gemessen am Vergleichsquartal 2021 im Direktverkauf einen Anstieg um 49 Prozent, mit einer Umsatzverdoppelung in Westeuropa und einem Plus von 77 Prozent in Nordamerika. Diese Sparte macht nun 72 Prozent der gesamten Geschäftstätigkeit aus. Im Großhandel legte das Unternehmen um 10 Prozent zu, im Lizenzgeschäft um 40 Prozent.


Umsatzaufteilung nach Regionen im ersten Quartal 2022 - Kering


"Der Umsatz erzielte in Nordamerika und Westeuropa einen Anstieg im hohen zweistelligen Bereich, doch auch im Raum Asien/Pazifik und in Japan ergab sich ein komfortables Wachstum. Dies betrifft alle Produktkategorien und der Absatz der Prêt-à-Porter-Kollektionen entwickelte sich im Berichtszeitraum sehr schnell", so der Finanzchef. Der Anstieg sei auch bei vergleichbarem Konsolidierungsumfang deutlich: "Das Wachstum ist ein Gleichgewicht zwischen der Entwicklung der Verkaufsflächen, der Kundenfrequenz und höheren Preisen. Wir gehen in die richtige Richtung. Wir haben Prêt-à-Porter zu fairen Preisen eingeführt, doch haben wir bei den Handtaschen den durchschnittlichen Verkaufspreis angehoben. Es ist ein strategisches Ziel, dass das Angebot alle Preiskategorien umfasst.

Für Saint-Laurent folgen wir dem 2017 vorgelegten Plan. Jedes Jahr erreichen wir ein Wachstum von mindestens 20 Prozent. Dieser Anstieg erfolgt Stein um Stein, mit einer klaren Strategie hinsichtlich Merchandising, Angebot und Vertrieb, der immer exklusiver wird. Die Marke war in der Lederwarensparte sehr stark aufgestellt, doch ist eine Beschleunigung in den anderen Kategorien zu bemerken, besonders im Prêt-à-Porter, wo Saint-Laurent zu den Marktreferenzen zählt, mit einem sehr gezielten und klaren Angebot. Und die Rationalisierung im Vertrieb, die wir bei Gucci umgesetzt haben, wird auch bei Saint-Laurent vorbereitet.

Die Marke, die in den vergangenen Jahren rund 20 bis 30 neue Stores oder Cornerstores eröffnete, will im laufenden Jahr das Tempo drosseln. Gegenwärtig verfügt sie weltweit über 268 direkt verwaltete Verkaufsstellen. Somit dürfte die Aufmerksamkeit auf der Aufwertung des Angebots liegen. Durch die aktuelle Entwicklung sollte die Marke ihrem Wachstum Stand halten können. Denn nachdem sie bereits im ersten Quartal 2021 die Vorkrisenwerte wieder überstieg, erzielte sie im ersten Quartal 2022 ganze 240 Millionen Euro mehr Umsatz als in der Vergleichsperiode 2019.

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