Pandoras Aktien fallen, der Umsatz in den USA sinkt um 8 %

Die Aktien des dänischen Schmuckherstellers Pandora, der für seine Armbänder bekannt ist, fielen am Dienstag stark, nachdem er im ersten Quartal einen niedrigeren Gewinn als erwartet gemeldet und vor einer Verlangsamung in China gewarnt hatte.

Pandora

Der nach Produktionsvolumen größte Schmuckhersteller der Welt sagte auch, dass die Märkte in Großbritannien und den USA durch weniger Leute, die in Einkaufszentren einkaufen, und einen Mangel an neuen Produkten beeinträchtigt würden.

Das Wachstum in China, das im ersten Quartal 12 Prozent des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmachte, verlangsamte sich und Pandora gab bekannt, es werde Maßnahmen ergreifen, um dem Rückgang entgegenzuwirken.

"Wir hatten uns mehr erhofft und erwartet", sagte Pandora CEO Anders Colding Friis gegenüber Reuters.

Er sagte, das Unternehmen werde den Graumarkt in China begrenzen, wo immer mehr Schmuckstücke aus anderen Märkten nach China importiert und online verkauft werden.

"Das ist ein sehr chinesisches Problem. Wir sehen, dass sich dies in den letzten Monaten beschleunigt hat, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um es zu begrenzen", sagte Friis.

Pandora werde darüber hinaus die Ausgaben für Marketing erhöhen und strebe in diesem Jahr wieder ein positives flächenbereinigtes Umsatzwachstum in China an.

Auf vergleichbarer Fläche ging der Umsatz in China zurück, obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal noch um 16 Prozent in lokalen Währungen stieg.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag im ersten Quartal bei 1,67 Milliarden dänischen Kronen (224 Millionen Euro) und unterschritt damit die von den von Reuters befragten Analysten geschätzten 1,75 Milliarden.

Die Aktien von Pandora fielen um 10 Prozent um 0738 GMT, auf dem Weg zur schlechtesten Tagesperformance seit vier Monaten.

Auch die weiter entwickelten Märkte waren schwach, wobei der Umsatz in Großbritannien stagnierte und in den USA um 8 Prozent in lokalen Währungen zurückging.

Pandora, das im Jahr 2016 durchschnittlich 334.000 Schmuckstücke pro Tag produzierte, hofft, den Absatz zu steigern, indem es die Zahl der eingeführten Designs beschleunigt und die Zahl der eigenen Geschäfte anstelle der Franchise-Geschäfte erhöht.

Die erste Reaktion auf die im März lancierte neue, vergoldete 'Shine'-Kollektion sei "ermutigend" gewesen, doch Friis lehnte es ab, Einzelheiten zum Umsatz zu nennen.

Pandora hat im ersten Quartal 150 neue Produkte eingeführt und plant weitere 500 für den Rest des Jahres.

Das schwächere Einzelhandelsumfeld ist zum Teil auf eine Verschiebung der jüngeren Konsumenten weg vom Schmuck und hin zum Technologie- und Erlebniskauf zurückzuführen.

Der Umsatz stieg um 6 Prozent und lag damit im Rahmen der Planung für das erste Quartal leicht unter der Jahresprognose von 7 bis 10 Prozent, die unverändert beibehalten wurde.

Übersetzt von Felicia Enderes

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