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Kering erzielte 2019 EUR 15,8 Milliarden Umsatz

Von
AFP
Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
today 12.02.2020
Lesedauer
access_time 2 Minuten
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Der französische Konzern Kering erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz- und Margenrekord. Getragen wurde das Ergebnis durch die Region Asien und die Flaggschiff-Marke Gucci, die fast EUR 10 Milliarden Umsatz erwirtschaftete. Dies stimme den Luxuskonzern "zuversichtlich", er bleibe jedoch "angesichts der potenziellen Schwierigkeiten vorsichtig". Dazu zählt nicht zuletzt die Coronavirus-Epidemie.


Gucci


In einer Mitteilung freute sich Konzernchef François-Henri Pinault am Mittwoch über "ein weiteres Jahr mit starkem Wachstum und Rentabilität". Der Umsatz liege "leicht über EUR 15 Milliarden und unsere operative Marge durchbrach erstmals die 30-Prozent-Marke".

Im vergangenen Jahr verbesserte Kering seinen Umsatz mit EUR 15,8 Milliarden gestützt auf die veröffentlichten Daten um 16,2 Prozent und organisch um 13,3 Prozent. Diese Leistung entspricht den Erwartungen von Factset und Bloomberg.

Der Konzernanteil am Nettoergebnis lag mit EUR 2,3 Milliarden 37,4 Prozent unter dem Vergleichswert. Im Berichtsjahr fiel ein "außerordentlicher" Steueraufwand im Zusammenhang mit dem rekordverdächtigen Steuerberichtigungsverfahren von Gucci in Höhe von EUR 1,25 Milliarden ins Gewicht. Dieses wurde dem Unternehmen im Rahmen des Steuerbetrugs-Verfahrens gegen die Marke Gucci auferlegt.

Doch auch die Veräußerung der Sportmarke Puma im ersten Quartal 2018 drückte auf das Ergebnis. Die Transaktion habe nach der Ausschüttung der Sachdividende einen "Nettogewinn von EUR 1,18 Milliarden" ergeben. Dieser im Geschäftsjahr 2018 verbuchte außerordentliche Gewinn wiederholte sich 2019 nicht. Unter Ausklammerung dieser beiden Faktoren belief sich der wiederkehrende Nettoertrag für das Geschäftsjahr 2019 auf EUR 3,2 Milliarden (+15,1 Prozent).

Gucci erwirtschaftet EUR 9,6 Milliarden



Die Region Asien-Pazifik (exkl. Japan) war auch 2019 Wachstumsmotor des Konzerns, mit einem "Wachstum von 20,4 Prozent trotz der Auswirkungen der Proteste in Hongkong im letzten Quartal". Dies erklärte CFO Jean-Marc Duplaix an der Telefonkonferenz.


Auf die Region entfallen 34 Prozent des Gesamtumsatzes von Kering, so der Finanzchef. Dies obwohl der Umsatz der Konzerntöchter in Hongkong im vierten Quartal aufgrund der Protestbewegung um rund 50 Prozent eingebrochen war.

Die Flaggschiff-Marke des Konzerns, Gucci, kam im Berichtsjahr mit EUR 9,6 Milliarden nur unweit der 10-Milliarden-Marke zu liegen. Damit erzielte das Luxushaus ein organisches Wachstum von 13,3 Prozent.


Die nach Umsatz zweitstärkste Marke des Konzerns, Yves Saint Laurent, durchbrach im Berichtszeitraum die Zwei-Milliarden-Euro-Marke. Bottega Veneta erholte sich von der Verlangsamung im Vorjahr mit einem Umsatzwachstum von 2,2 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierte die Gruppe keine genauen Zahlen, doch rechnet sie damit, dass "das heute vorherrschende, besonders unsichere Umfeld die grundlegende Position von Kering auf dem Luxusmarkt nicht zu gefährden vermag".

"Wir bleiben vorsichtig und flexibel angesichts der potenziellen Schwierigkeiten, die uns bevorstehen, wie die Coronavirus-Epidemie. In diesem unsicheren Umfeld sind wir aber mit Blick auf das mittel- und langfristige Entwicklungspotenzial von Kering sehr zuversichtlich", so Jean-Marc Duplaix.

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