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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.11.2021
Lesedauer
5 Minuten
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Flüchtlingstochter Diane von Fürstenberg zelebriert DVF Awards in Paris

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
19.11.2021

"Covid 19 hat Frauen 35 Jahre zurückgeworfen. Millionen von Frauen sind nach Hause zurückgekehrt. So einfach ist das", betonte die Designerin, Unternehmerin und Flüchtlingstochter Diane von Fürstenberg an der jüngsten DVF Awards-Zeremonie. Die in Zusammenarbeit mit dem Women’s Forum entstandene Veranstaltung wurde am Mittwochabend erstmals in Paris organisiert.


Diane von Fürstenberg, Mitte hinten, und ihre Gäste - Photo: Courtesy of Diane von Furstenberg


"Das erste Mal, dass ich mich wirklich frei gefühlt habe, war, als meine Mutter mich als Neunjährige ganz allein mit dem Zug von Brüssel nach Paris fahren ließ, wo meine Tante ein sehr elegantes Geschäft hatte. Das war das erste Mal, dass ich mich frei fühlte. Es ist die Stadt, die mich zu einer Feministin gemacht hat", so die in Belgien geborene von Fürstenberg im Gespräch mit FashionNetwork.com.

Die Awards wurden im edlen Palais Garnier, dem schönsten Opernhaus der Stadt, organisiert und fünf außergewöhnlichen Frauen überreicht. Die internationale Chefkorrespondentin von CNN, Clarissa Ward und die Wohltäterin und Geschäftsfrau Melinda French Gates, die beide aus der amerikanischen Wahlheimat von Diane von Furstenberg stammen, wurden mit dem Inspiration Award bzw. dem Lifetime Leadership Award geehrt.

In einem von den Bildern des Flüchtlingselends und der Klimazerstörung beherrschten Monat wurden die aus Myanmar geflüchtete Rohingya-Aktivistin Wai Wai Nu und die Klimaaktivistin Vanessa Nakate aus Uganda ebenfalls ausgezeichnet. Der fünfte Preis ging an Dr. Rouba Mhaissen, eine syrisch-libanesische Aktivistin für Flüchtlingsrechte, die im Libanon lebt und vor über zehn Jahren das Programm Sawa for Development Aid gründete. Dieses bietet syrischen Flüchtlingen Hilfe, seit die ersten 40 Familien das Land aufgrund des Bürgerkriegs verlassen mussten. Die fünf Awards waren jeweils mit einem Preisgeld von USD 50.000 dotiert.

"Wenn Milliarden von Dollar erforderlich wären, um die Emissionen in dieser Klimakrise zu reduzieren, mag der mit USD 50.000 dotierte Preis gering wirken. Doch wird dieses Geld für unsere Rise Up Climate-Bewegung in Uganda eine echte Veränderung ermöglichen, da wir dadurch den Zugang zur Beleuchtung durch Solarpaneele finanzieren und umweltfreundliche Kochherde bereitstellen können, um die Kinder in den Schulen zu ernähren. Der Betrag wird 8000 Schüler in 21 Schulen mit Strom und sauberen Küchen versorgen, die CO2-Emissionen verringern und die Luftqualität verbessern", erklärte Natake.


Diane von Fürstenbergmit der Little Amal-Puppe - Photo: Saskia Lawaks


Das Modegeschäft von DVF geht in jüngster Vergangenheit schleppend voran. Im vergangenen Jahr schloss das Unternehmen seine Flagships in London und Paris und entließ mehrere Hundert Angestellte in New York. Der Fokus liegt nun auf dem digitalen Geschäft und China, wo das Unternehmen noch immer rund 60 Stores betreibt.

Doch bleibt Diane von Fürstenberg eine Naturgewalt. Sie überzeugte gar über ein Dutzend einflussreiche Frauen, an einer gemeinsamen Videohommage an die mächtigste Frau der vergangenen 16 Jahre teilzunehmen – Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter den hochkarätigen Teilnehmerinnen befinden sich Oprah Winfrey, Hillary Clinton, Jacinda Ardern, Sophie Wilmes, Nancy Pelosi, Barbra Streisand, Katrin Jakobsdóttir, Nadia Murad, Amy Kobuchar, Gloria Steinem, Samantha Power, Friede Springer, Marlène Schiappa, Chimamanda Ngozi Adichie und Christine Lagarde.
 
Die Awards wurden von Christine Lagarde, der ersten Präsidentin der Europäischen Zentralbank, der Schriftstellerin Leïla Slimani und der französisch-kolumbianischen Antikorruptions-Politikerin Ingrid Betancourt überreicht, während Diane von Fürstenberg die Auszeichnung an Melinda French Gates per Videoschaltung übergab.

Die DVF-Awards wurden im Jahr 2010 von Diane von Fürstenberg ins Leben gerufen und dieses Jahr zum 12. Mal vergeben. An der letzten Veranstaltung im Jahr 2020 wurden Ruth Bader Ginsburg und Iman in Washington DC geehrt.

Über ihre Verbindung mit Frankreich sagte von Fürstenberg: “Es ist das Land von Simone de Beauvoir und Simone Veil. Am Samstag habe ich ein wundervolles Stück über sie gesehen. Simone Veils Geschichte ähnelt derjenigen meiner Mutter. Sie waren zur selben Zeit in Auschwitz, meine Mutter war 21, Simone Veil 16, und sie haben die Todesmärsche mitgemacht. In Frankreich gibt es eine wundervolle Feminismus-Tradition, und auch die Mode. Elle war ihrer Zeit voraus, mit großartigen Chefredakteurinnen, und Marie Claire war eine sehr feministische Zeitschrift. Ich würde sagen, meinen ersten Kontakt zum Feminismus hatte ich in Frankreich.”
 
Simone Veil war eine französische Politikerin, die als erste Frau an die Spitze des Europäischen Parlaments gewählt wurde.

Mit Blick auf eine neue Generation feministischer Schriftstellerinnen in Frankreich lobte Diane das Werk Le Consentement, in dem Autorin Vanessa Springora den berühmten und pädophilen Schriftsteller Gabriel Matzneff, der sie im Alter von nur 14 Jahren sexuell ausgebeutet hatte, anprangert. Ein Roman, der einem halben Jahrhundert der Apathie in der französischen Literatur ein Ende setzt. "Ich habe alle diese Bücher gelesen und sie geliebt. Und ich kann mich daran erinnern, dass es kein Thema war, als ich klein war, dass man seine Meinung sagt. Ich meine, es wurde als normal betrachtet. Deshalb denke ich, dass diese Bewegung wirklich sehr gut ist".

Auf die Frage, was sie hinsichtlich der Ermächtigung der Frauen tun würde, wenn sie mit einem Fingerschnippen den Status der Frauen von morgen verändern könnte, antwortete sie lachend: "Ich würde die Gleichstellung von Männern und Frauen wollen. Aber dafür bräuchten wir wohl ganz viele Fingerschnipper".

Zu den weiteren Gästen von DVF zählte die wohl berühmteste Puppe der Welt – Little Amal. Die 3,5 m große Riesenpuppe ist Teil der Kunstinitiative The Walk, in deren Rahmen eine 8000 km lange Strecke zurückgelegt wurde. Little Amal durchquerte so die Türkei, Griechenland, Italien, Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Belgien und Großbritannien.

"Meine Mutter und mein Vater waren Nachkriegsflüchtlinge … Ich habe erst vor kurzem herausgefunden, dass ich bis im Alter von sieben Jahren keine Staatsbürgerschaft besaß. Das hatte ich nicht gewusst. Ich erinnere mich auch, als mein Vater mich 1956 nach der ungarischen Revolution mitnahm, als er die Flüchtlinge von sich aus vom Bahnhof an ihren Zielort begleitete. Ich kann mich an ein Gespräch erinnern, das wir im Auto hatten, als er sagte: "Du musst immer nett sein mit Flüchtlingen". Aber es geht nicht nur darum, und genau deshalb wollte ich diese Hommage an Bundeskanzlerin Angela Merkel machen. Dafür habe ich mich vor einer Woche entschieden, da hatte ich die Idee, die einflussreichsten Frauen der Welt zu kontaktieren, damit sie auf ihren Handys kleine Nachrichten an Angela Merkel verfassten, um ihr für ihre 16 Jahre an der Spitze des Landes zu danken, das sie mit Mitgefühl, Intelligenz und Würde anführte. Als sie eine Million Flüchtlinge hereinließ, leistete sie diesen Flüchtlingen einen großen Dienst, doch auch Deutschland profitierte davon. Denn, wenn man Menschen hereinlässt, dann arbeiten sie später hart. Mein Sohn Alex geht noch heute immer nur zu Ärzten mit Migrationshintergrund, denn er ist überzeugt, dass sie sich fürs Studium mehr angestrengt haben!”
 
 

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