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Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
13.09.2022
Lesedauer
2 Minuten
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Einordnung von Kanye Wests Plänen für Yeezy

Übersetzt von
Aline Bonnefoy
Veröffentlicht am
13.09.2022

Vor wenigen Tagen griff Kanye West, der sich heutzutage schlicht Ye nennt, die Geschäftsführung von Adidas und Gap an, obwohl sie die Geschäftspartner seiner Marke Yeezy sind. Der Rapper schien bei einigen Auftritten gar ein mögliches Ende der Zusammenarbeit anzudeuten. Die Partnerschaft mit den Großkonzernen soll ihm mehrere Millionen Dollar eingebracht haben.


DR


Am Montag ergriff der Rapper in einem Interview mit der amerikanischen Nachrichtensendergruppe Bloomberg das Wort. Er erklärte seine Aussagen … ohne jedoch seinen Groll gegen Gap und Adidas abzuschwächen.

"Es ist an der Zeit für mich, alleine weiterzumachen", erklärte er in einem Telefongespräch. "Ich habe den Unternehmen Geld eingebracht. Die Unternehmen haben mir Geld eingebracht. Wir haben Ideen entwickelt, die die Bekleidungsbranche nachhaltig verändern werden. Wie die Round Jacket, der Foam Runner, die Slides, die die Schuhbranche auf den Kopf gestellt haben. Nun ist es an der Zeit für Ye, eine neue Industrie entstehen zu lassen. Es wird keine Unternehmen mehr geben, die zwischen mir und meinem Publikum stehen."

Der Rapper und Unternehmer will somit offensichtlich keine neue Vereinbarung mit anderen Großkonzernen eingehen. Doch, während die Zukunft der laufenden Zusammenarbeit in mehreren Posts offengelassen wurde, scheint er sie aktuell nicht in Frage zu stellen. Laut Bloomberg läuft der Vertrag mit Adidas noch bis 2026 und derjenige mit Gap bis 2030. Das Unternehmen von Kanye West erhält weiterhin königliche Lizenzzahlungen für alle Yeezy-Produkte, die von den beiden Konzernen verkauft werden.

Die Handelsbank UBS schätzte im vergangenen Jahr, dass der Vertrag zwischen Adidas und Yeezy 2020 191 Millionen Dollar Lizenzgebühren in die Kassen des Unternehmens von Kanye West gespült hat. Der US-Konzern habe Yeezy-Produkte im Wert von über 1,7 Milliarden Dollar verkauft.

Der Unternehmer kündigte nun an, eigene Yeezy-Läden eröffnen zu wollen. Darüber hinaus arbeite er mit dem ehemaligen Adidas-Manager Eric Liedtke zusammen, um seine neuen Projekte ohne die Hilfe von Großkonzernen umzusetzen. Doch angesichts seiner wiederkehrenden Klage, dass er bei den strategischen Entscheidungen über die Yeezy-Produkte bei Gap und Adidas nicht ausreichend einbezogen wird, stellt sich nun die Frage: Nutzt Kanye West seine Bekanntheit aus, um Druck auf die beiden Konzerne auszuüben?

Denn sowohl bei Gap als auch bei Adidas ist aktuell ein Führungswechsel im Gange. Eine hervorragende Gelegenheit für den Rapper, um die "Spielregeln" mit seinen Partnern umzudefinieren.

 

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