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Veröffentlicht am
15.11.2021
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Aeffe: Neunmonatsgewinn gegenüber 2019 stark gestiegen

Veröffentlicht am
15.11.2021

Zum Jahresende bestätigt sich der positive Trend für Aeffe, dessen Geschäftslage sich weiter verbessert. Der italienische Modekonzern erzielte zwischen Januar und September 2021 einen Umsatz von 250 Millionen Euro, ein Plus von 21 % gegenüber dem von der Covid-Pandemie geprägten ersten Halbjahr 2020. Das Vorkrisenniveau wird jedoch noch nicht wieder erreicht, wobei der Umsatz 7 % unter dem des Vergleichszeitraums 2019 liegt. Besonders betroffen sind Europa und Italien (71 % des Gesamtumsatzes), wo das Ausbleiben wohlhabender Touristen nach wie vor zu spüren ist.

Moschino, die treibende Kraft bei Aeffe, veranstaltete im September eine Show in New York - © PixelFormula


Das Unternehmen, das über seine Lizenzen (Jeremy Scott usw.) und seine eigenen Marken (Alberta Ferretti, Philosophy, Moschino und Pollini-Schuhe) tätig ist, schrieb im Berichtszeitraum allerdings wieder schwarze Zahlen und konnte einen Nettoverlust von 14 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2020 in einen Nettogewinn von 23,2 Millionen Euro umwandeln. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau stieg der Gewinn sogar um 74 % an.

Im gleichen Zeitraum stieg das EBITDA von Aeffe von 8 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 36,2 Millionen Euro ein Jahr später, während sich das EBIT von einem Verlust von 12,5 Millionen Euro auf einen Gewinn von 17,5 Millionen Euro zum 30. September 2021 verbesserte. "Die Marge hat sich aufgrund des deutlichen Umsatzanstiegs und der positiven Ergebnisse der Einsparungen bei den Personalkosten, der Miete und den Gemeinkosten überproportional zum Umsatzanstieg erhöht", so Aeffe in einer Erklärung.

Die Gruppe verzeichnete in allen Märkten ein zweistelliges Wachstum im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2020, kämpft aber darum, das Niveau von 2019 wieder zu erreichen, insbesondere in Asien, wo der Umsatz in zwei Jahren um 25 % eingebrochen ist, und in Italien, wo er um 18 % zurückging. In Europa (ohne Italien) hingegen stiegen die Umsätze trotz des Ausbleibens der Touristen innerhalb im Zweijahreszeitraum um 29,3 % auf 80,7 Mio. Euro. Der Umsatzanteil in Europa stieg von 23 % vor zwei Jahren auf 32 %. In Amerika, das mit 16,5 Mio. Euro noch immer ein kleiner Markt für Aeffe ist, stiegen die Umsätze um 17,7 % (+46 % im Vergleich zu 2020).

Moschino, das Aushängeschild von Aeffe, das gerade durch den Kauf der fehlenden 30 % des Kapitals die volle Kontrolle übernommen hat, bestätigt einmal mehr seine Rolle als treibende Kraft der Gruppe. Das Label gewinnt weiter an Gewicht gegenüber den anderen Marken und macht mittlerweile 80 % des Gesamtumsatzes aus, gegenüber 74 % im Jahr 2019. In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 erwirtschaftete Moschino einen Umsatz von 199,9 Millionen Euro, 0,2 % mehr als vor zwei Jahren.
 
Zum 30. September verfügte Aeffe mit 57 direkt betriebenen Geschäften und 141 Franchise-Geschäften über insgesamt 201 Monomarken-Geschäfte. Im Vorjahr waren es 203. Der Anteil des Einzelhandels am Gruppenumsatz betrug 20 % (gegenüber 27 % im Jahr 2019) und stieg bei konstanten Wechselkursen um 1,5 % im Vergleich zum Vorjahr (-29 % über zwei Jahre) auf 50,8 Millionen Euro. Im Großhandelskanal, der 76 % des Gruppenumsatzes ausmacht, stieg der Umsatz jedoch um 27,5 % im Vergleich zu 2020 und übertraf mit 189,4 Millionen das Niveau der ersten neun Monate 2019 (+1 % auf Zweijahresbasis).

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