Tiffany ernennt den ehemaligen Bulgari-Chef Alessandro Bogliolo zum CEO

Tiffany bekommt mit Alessandro Bogliolo einen neuen CEO, der zuvor Chef des italienischen Bekleidungsherstellers Diesel war – und davor bei Bulgari die Zügel in der Hand hielt. Der US-Juwelier kämpft mit anhaltender Umsatzschwäche und würde gerne in jüngere Käuferschichten vorstoßen. Am Markt kommt die Personalie gut an, die Aktie steigt um 1,9 Prozent.


Ab 2. Oktober ist Alessandro Bogliolo CEO bei Tiffany & Co. - Tiffany

Bereits am 5. Februar hatte Tiffany-CEO Frédéric Cuménal überraschend das Unternehmen verlassen, da der Aufsichtsrat enttäuscht war von den Unternehmenszahlen 2016. Vorsitzender und vorheriger CEO, Michael Kowalski, trat als Interim-Chef ein, während das Unternehmen auf die Suche nach einem Nachfolger war.
 
Zuerst kamen Ende Februar drei unabhängige Aufsichtsratsmitglieder in den Vorstand – so eine Vereinbarung mit Hedge-Fonds JANA Partners LLC, drei Wochen nachdem der CEO des Luxusjuweliers sein Amt niedergelegt hat. Einer der drei Aufsichtsratssitze ging an Francesco Trapani, dem Ex-CEO des Luxuseinzelhändlers Bulgari. JANA und Trapani halten zusammen 5,1 Prozent des Unternehmens.
 
„Die Ankündigung über einen neuen CEO beendet den gründlichen Prozess, eine erfolgreiche Führungsperson für das Wachstum in den kommenden Jahren zu identifizieren und einzustellen“, sagte Interim-CEO Michael J. Kowalski.
Bogliolo sei für seine Kreativität und seine gute Führungsstrategie bekannt. „Tiffany ist eine ikonische Marke und es ist ein wichtiger Moment in ihrer Geschichte“, betonte Kowalski. 
 
Mit Alessandro Bogliolo kommt jetzt ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter von Konkurrent Bulgari zur Traditionsmarke. Der 52-Jährige ist ein Luxus-Veteran, der neben 16 Jahren bei Bulgari, bei Sephora, dem Vespa-Hersteller Piaggio und zuletzt bei Diesel in der Führungsebene gearbeitet hat. Bogoglio hat einen BWL-Abschluss von der Mailänder Elite-Uni Bocconi und einen Master in Paris gemacht. Er startete seine Karriere als Berater bei Bain & Company.
 
"Es ist mein Ziel, unsere Kunden weiterhin mit überzeugenden Produktangeboten zu begeistern, unterstützt durch Best-in-Class-Operationen", sagte Bogliolo. „Tiffany hat mit seiner legendären Historie immer Luxus und Stil repräsentiert und einen außergewöhnlichen Qualitäts- und Exzellenz-Standard. Und ich freue mich darauf, auf diesem Fundament aufzubauen“, fügt Bogliolo hinzu.
 
Bogliolo wird voraussichtlich bis zum 2. Oktober als Tiffany-Chef übernehmen und sich auch dem Vorstand des Unternehmens anschließen – für ein jährliches Grundgehalt von rund 1,4 Millionen Dollar.
 
 
 

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